Die Chronik - 30 Jahre KMV Trier-Saarburg e.V.

Saarburg. 1971 berieten der Kreismusikverband Trier unter Vorsitz von Karl-Reichert, Kenn, und der Kreismusikverband Saarburg unter Leitung von Herrn Birringer, Oberbillig, über die Fusion der beiden Musikverbände. Dieses Mal mit Erfolg, nachdem eine erste Abstimmung 1970 im Kreisverband Saarburg mit einer fehlenden Stimme die Fusion verhinderte.

Anders 1971. Über 85 Vereine bildeten fortan unter Vorsitz von Karl Reichert aus Kenn den neuen Kreismusikverband Trier-Saarburg e.V., der zunächst jedoch nur in 4 regionale Gruppen unterteilt war. Es waren dies die Gruppen, Hochwald, Mittelmosel-Ruwer, Vordere Eifel (heute Sauer-Eifel) und Saar-Obermosel. Die Gründung der Gruppe Trier-Stadt erfolgte im Jahre 1972. Die Gruppe Mittelmosel-Ruwer wurde zur Gruppe Mosel-Ruwer umbenannt und Eingemeindungen der Trierer Vororte in die Stadt Trier führten für einige Vereine zum Gruppenwechsel und die Eingliederung in die neue Gruppe Trier-Stadt.

Einiges hat sich im Laufe der Zeit geändert. Nutzte man früher die Kreisverbandsfeste zur Ausrichtung von Wertungs- und Kritikspielen, gerieten diese seit 1972 immer mehr oder gar ganz in den Hintergrund und mußten den neuen Musikertreffen, den heutigen Kreisverbandsfesten in den Gruppen weichen. Kreisdirigent Bollenrath aus Mehring, knüpfte Kontakte zur Kreismusikschule Trier-Saarburg, auf deren Ausbildungs-angebot heute noch KMV-Mitgliedsvereine zurückgreifen. Darüber hinaus nutzt man das Ausbildungsangebot privater Musikschulen oder hat das Ausbildungswesen selbst in den Vereinen neu formiert. Jugendmusiktage waren immer besondere Ereignisse, die anfangs noch auf Verbandsebene durchgeführt und später im Laufe der Zeit auf die jeweiligen Gruppen verlegt wurden. In besonderem Maße widmeten sich die Verantwortlichen im Kreisvorstand dem Aufbau eines eigenen Lehrgangswesens. Heute erweisen sich die D-Lehrgänge großer Beliebtheit und werden von den Vereinen gerne als ausbildungsergänzende Multiplikatoren zur Fort- und Weiterbildung ihrer jungen Musikerinnen und Musiker genutzt. Instrumentallehrgänge, Seminare für Vorstände und Dirigenten runden das heutige Fortbildungsangebot für die Mitgliedsvereine ab.

Mit der Gründung der verbandseigenen Kreismusikjugend Anfang der 80er Jahre und der späteren Einführung der Jugendordnung in der 1996 neugefassten Satzung des Kreismusikverbandes Trier-Saarburg wurde auch die Jugendarbeit im Verband rechtlich verankert.

Einen weiteren Meilenstein in der jungen Geschichte des Kreismusikverbandes Trier-Saarburg e.V. setzte man mit der Gründung des verbandseigenen Kreisorchesters Fortissimo, dem heute nahezu 72 Musikerinnen und Musiker aus 32 Mitgliedsvereinen des Verbandes musizieren. Die zündende Idee hatten im Jahre 1992 Kreisdirigent Rudolf Kronenberger und Teilnehmer des D3-Lehrganges, die sich spontan bereit erklärten, als D3-Lehrgangsorchester weiter zu musizieren und regelmäßig zu proben. Die Idee wurde in die Tat umgesetzt und die offizielle Gründung erfolgte im Frühjahr 1993. Schnell stellten sich erste musikalische Erfolge ein, die jetzt mit der Teilnahme am Wertungsspielen in Morbach einen weiteren Höhepunkt erreichten. Die musikalischen Darbietungen in der Kategorie Höchststufe wurden von der Jury mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ honoriert, ein schönes Geburtstagsgeschenk, das man sich und Kreisdirigent Rudolf Kronenberger zum 10-jährigen Bestehen des Orchesters gemacht hat.

Heute geht der Kreismusikverband Trier-Saarburg e.V. mit insgesamt 4.799 aktiven Musikerinnen und Musikern in 96 Vereinen als mitgliederstärkster Verband im Landesmusikverband Rheinland-Pfalz e.V. hervor. Ein Grund mehr, dieses Jubiläum in gebührendem Rahmen zu feiern.

Mit "Musica Treverorum", einem Platzkonzertreigen an historischen Plätzen der alten Römerstadt Trier hat man unter Schirmherrschaft des Landrates und Ehrenpräsidenten des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz, Herrn Dr. Richard Groß, dieses Ereignis am Wochenende vom 08.-09.06.2002 in gebührendem Rahmen gefeiert. In Kooperation mit dem Jazzclub Trier und dem Kulturbüro der Stadt Trier musizierten 30 Musikvereine aus dem Kreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier an verschiedenen Plätzen der Innenstadt und gratulierten dem Verband zum Jubiläum. Die Plätze waren gut besucht, das Wetter spielte mit und die Vereine waren mit Begeisterung dabei. "Blasmusik meets Jazz" hieß es am Samstag. Der neu gestaltete Domfreihof mit Palais Walderdorff, Bühne des Jazz-Clubs-Trier, bot ein schönes Ambiente, der ebenso ganz im Zeichen der Blasmusik stand. Der Musikverein Reinsfeld machte nach den Konzerten der Kapellen aus Föhren, Taben-Rodt und Sirzenich die musikalische Überleitung zum Jazz-Festival. Gemeinsam mit Jazz-Trompeter Helmut (Daisy) Becker spannte man den Bogen von Blasmusik am Nachmittag zu Jazz am Abend. Der Sonntag begann mit einer festlichen Eucharistiefeier im Trierer Dom unter musikalischer Mitgestaltung des Orchesters der Verbandsgemeinde Kell am See. Weiter ging es mit Blasmusikkonzerten im Brunnenhof, auf dem Viehmarktplatz, in der Brotstraße und auf dem Trierer Hauptmarkt. Herrliches Wetter, gute Musik sowie gute Stimmung bei Musikern und Besuchern, so kann man Musica Treverorum kurz resümieren. Über 1000 Musiker gratulierten dem Kreismusikverband Trier-Saarburg e.V. und brachten Blasmusik aller Coleur, von klassisch bis modern, ob Märsche, Walzer, Pop-Arrangements, Swing-Musik im Big-Band Stil und sinfonische Blasmusik zu Gehör. Und jazzinteressierte Blasmusiker kamen auch beim Jazz-Festival auf ihre Kosten. In die Schar der Gratulanten, unter Ihnen Herr Landrat Dr. Richard Groß, der Kulturdezernent der Stadt Trier, Herr Heinrich Holkenbrink, die Vertreter der Verbandsgemeinden im Kreis Trier-Saarburg reihten sich als teilnehmende Vereine und Kapellen die Musikvereine aus Kordel, Igel, Föhren, Taben-Rodt, Sirzenich, Reinsfeld, Thomm, Trier-Pallien, Trier-Irsch, Trier-Feyen, Wiltingen, Wincheringen, Leiwen, Tawern, Gusterath, Mesenich, Bescheid, Bekond, Rascheid, Freudenburg, Ayl, Ralingen, Godendorf, Könen, Serrig ein. Es gratulierten ausserdem die Jugendorchester aus Igel und Osburg, das RWE-Unterhaltungsorchester aus Trier sowie der Trierer Fanfarenzug. Das Jubiläumsjahr beschloß man am 07.12.02 in Schweich in der Bodenländchenhalle mit einem Gala-Konzert des Kreisorchesters Fortissimo.


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40Jahre KMV Trier-Saarburg